Berlin feiert mit „Wahnsinn“ die Premiere des ersten Party-Schlager-Musicals

Cast von Wahnsinn-Das Musical (c) Iris Hamann

Der erste Gedanke, der sicherlich aufkommt ist: Schon wieder ein „Greatest Hits“-Musical mit handgestrickter Story. Den Machern fällt auch nichts Neues mehr ein. Dann der zweite Gedanke: Wolfgang Petry und Musical, das passt noch weniger zusammen. Der Künstler, der zu seiner aktiven Zeit mit seinen Konzerten ganze Fußballstadien füllte und seinen Hits Tausende zum Tanzen und Partymachen animierte, soll nun mit seinen Songs als Vorlage für ein Musical dienen? Schwer vorstellbar… eigentlich.

Doch die Sache einfach nur schwarz und weiß zu betrachten ist definitiv der falsch Weg. Was sich zu Anfang als völlig konträr zu geben scheint, ist alles andere als das. Warum also nicht das weltweit erste Party-Musical ins Leben rufen? In enger Zusammenarbeit mit Wolfgang Petry und quasi als sein Geschenk zum 65. Geburtstag kreierten Gil Mehmert (Regie), Heiko Wohlgemuth (Texte) und Martin Lingnau (Musik) etwas ganz Neues für den Musical Markt.

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Sunset Boulevard mit Pia Douwes und Oliver Arno in Bonn

Pia Douwes, Oliver Arno © Theater Bonn / Thilo Beu

Der Sunset Boulevard in Kalifornien galt damals wie heute zu den ersten Adressen wo – zumindest teilweise – die Schönen und die Reichen zu Hause sind. Viele Filmstudios sind auch zur heutigen Zeit dort noch ansässig, so dass die Geschichte des erfolglosen Schriftstellers Joe Gillis und der ehemaligen Film-Diva Norma Desmond genauso gut im Hier und Jetzt spielen könnte und nicht wie im vorliegenden Fall, Ende der 1940er Jahre.

Wie bei Musicals nicht unüblich, wurzelt auch Sunset Boulevard in einem Kinofilm, namentlich: Boulevard der Dämmerung aus dem Jahr 1950. Es erstaunt immer wieder, wie viele Hits doch aus den großen Leinwandepen dieser Welt hervorgegangen sind. Trotzdem ist die Umsetzung in die doch komprimierte Fassung eines Musicals nicht ganz so einfach. Die vielen technischen Möglichkeiten und Tricks, stehen den Darstellern auf der Bühne einfach nicht zur Verfügung. Die Geschichte muss live einfach noch einmal anders erzählt werden. Verständlich für den Zuschauer, auf’s Wesentliche reduziert und dort auch mit manchmal unwichtig erscheinenden Details bestückt, die dem Ganzen genügend Spannung verleihen um den Zuschauer zu fesseln.

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Ich komme aus einer Familie, wo ich mit Musik groß geworden bin… – Teil 1

David Jakobs (c) Iris Hamann
David Jakobs
(c) Iris Hamann

In Musicalkreisen ist er längst kein Unbekannter mehr, war doch schon in mittlerweile einigen großen und kleineren Produktionen auch in Hauptrollen zu sehen. Die Rede ist von David Jacobs. Der gebürtige Mönchengladbacher, der seine Leidenschaft fürs Singen und für die Schauspielerei zum Beruf gemacht hat, steht aktuell gerade in zwei Produktionen parallel auf der Bühne. Einmal in dem Wunder von Bern in Hamburg, wo er die Rolle des Bruno Lubanski verkörpert, wie auch als Che in der Inszenierung von Gil Mehmert’s Evita in Bonn.

Wir haben ihn in Bonn getroffen, wo er uns einen Einblick in seinen Alltag als Musical-Darsteller gewährt hat.
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„Cabaret“ bei den 66. Bad Hersfelder Festspielen – Der Erfolg kehrt zurück

Bettina Mönch als Sally Bowles © K. Lefebvre/Bad Hersfelder Festspiele
Bettina Mönch als Sally Bowles © K. Lefebvre/Bad Hersfelder Festspiele

Neben “My fair Lady” wird bei den Bad Hersfelder Festspielen in diesem Jahr außerdem der Erfolg aus dem letzten Jahr erneut aufgeführt: Cabaret! Das derzeit in Deutschland oft gespielte Stück war bereits 2015 in der Inszenierung von Regisseur Gil Mehmert zu erleben. Wir haben uns die Chance nicht nehmen lassen und haben es uns in diesem Jahr angesehen. Unsere Meinung lest ihr hier.

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