„Ich bin ein Showpferd… und ich mag das! – Andreas Bieber im Gespräch Teil 2

Andreas Bieber
(c) Iris Hamann

Meist wirkt Andreas Bieber auf der Bühne gut gelaunt und entspannt, dabei gibt es natürlich auch bei ihm Zeiten, wo ihm nicht zum Scherzen zumute ist. Grundsätzlich sei er schon ein positiv eingestellter Mensch „Das ist sicher mein Wesen, aber die Leute vergessen immer, dass ich selbstverständlich auch ein Mensch bin, der nicht immer nur gut drauf sein kann“, stellt er klar.

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„Ich bin ein Showpferd… und ich mag das!“ – Andreas Bieber im Gespräch Teil 1

„Ich bin ein Showpferd… und ich mag das!“ – Andreas Bieber im Gespräch Teil 1
Andreas Bieber – Berlin
(c) Iris Hamann

Der sympatische, gebürtige Mainzer Andreas Bieber ist seit vielen Jahren in der Musicalwelt zu Hause und daraus nicht mehr wegzudenken. Bereits im Schulalter sammelte er erste Bühnenerfahrungen und kann bis heute auf viele verschiedene Rollen und zahlreiche Konzerte zurückblicken. Was ihm wichtig ist im Leben, was er in seiner Freizeit macht und wie sein neuestes Projekt aussieht, hat er uns in Berlin verraten. Vorstellen muss man ihn eigentlich nicht mehr. Schließlich ist er kein Unbekannter – und das wie man immer wieder feststellt – nicht nur in der Musicalszene. Auch bei Konzerten, Filmproduktionen und „normalen Theaterstücken“ wirkte oder wirkt er mit. Genau aus diesem Grund hat er auch eine Menge zu erzählen.

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Urlaubsidylle „Im Weissen Rössl“ zu Gast im Berliner Renaissance-Theater

Andreas Bieber
(c) K. Khawatmi

Im Salzkammergut kann man gut lustig sein…

… dieser Meinung sind zahlreiche Touristen, die Jahr für Jahr das idyllische Örtchen St. Wolfgang am Wolfgangsee besuchen, um dort ihre Ferien zu verbringen. Natürlich hat sich in den Jahren zwischen 1930, wo die Uraufführung des Singspiels ihre Premiere in Berlin feierte, und der heutigen Zeit viel verändert. Schaut man etwas genauer hin, kann man immer noch solch kleine Anekdötchen, die sich damals wahrscheinlich genau wie heute im renommierten „Weissen Rössl“ oder jedem anderen Hotel der Welt abspielen können, erkennen. Das vergnüglichen Singspiel von Ralph Benatzky brach und bricht alle Rekorde. Das von ihm geschaffene Meisterwerk ist das meistgespielte Stück Musiktheater aller Zeiten.

Im Augenblick erlebt das Stück vielerorts eine Renaissance in den Theatern. In Berlin ist der Name sogar Programm, denn dort, im alt-ehrwürdigen Renaissance Theater, wurden zahlreiche Vorstellungen gespielt, die mehr als einmal ausverkauft waren. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass das Erfolgsstück im nächsten Jahr wieder auf dem Plan steht.

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Berlin feiert mit „Wahnsinn“ die Premiere des ersten Party-Schlager-Musicals

Cast von Wahnsinn-Das Musical (c) Iris Hamann

Der erste Gedanke, der sicherlich aufkommt ist: Schon wieder ein „Greatest Hits“-Musical mit handgestrickter Story. Den Machern fällt auch nichts Neues mehr ein. Dann der zweite Gedanke: Wolfgang Petry und Musical, das passt noch weniger zusammen. Der Künstler, der zu seiner aktiven Zeit mit seinen Konzerten ganze Fußballstadien füllte und seinen Hits Tausende zum Tanzen und Partymachen animierte, soll nun mit seinen Songs als Vorlage für ein Musical dienen? Schwer vorstellbar… eigentlich.

Doch die Sache einfach nur schwarz und weiß zu betrachten ist definitiv der falsch Weg. Was sich zu Anfang als völlig konträr zu geben scheint, ist alles andere als das. Warum also nicht das weltweit erste Party-Musical ins Leben rufen? In enger Zusammenarbeit mit Wolfgang Petry und quasi als sein Geschenk zum 65. Geburtstag kreierten Gil Mehmert (Regie), Heiko Wohlgemuth (Texte) und Martin Lingnau (Musik) etwas ganz Neues für den Musical Markt.

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PURE IMAGINATION – Ein abgefahrener, sexy Abend mit Sophie Berner & Band

Bar jeder Vernunft
PURE IMAGINATION
Sophie Berner & Band
© Petra Fantozzi

Charmant, frech und unterhaltsam – Das sind wohl die drei Schlagworte mit denen man Sophie Berners neue One-Woman Show ‘Pure Imagination’ am besten beschreiben kann. Ein musikalischer Abend, der sich mit den bunten, oft unberechenbaren, schön-schrecklichen Irrungen und Wirrungen des Lebens und der Liebe befasst. Sophie Berner und ihre (in ihren Worten) abgefahrene, talentierte und sexy Band überzeugen auf ganzer Linie.

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Meisterwerk oder Katzenjammer – CATS auf großer Deutschland Tour!

(c) CATS

Man kann CATS lieben… oder eben nicht. Genauso sieht die Situation zwischen zwei unserer Redakteure aus. Er begeisterter Katzenliebhaber der ersten Minuten, sie Skeptikerin und eher auf Katzenjammer eingestellt.

Sicherlich wird das nicht nur bei uns so sein, dass es sehr gespaltene Meinungen über den Klassiker von Andrew Lloyd Webber gibt. Obwohl das Stück seit der Uraufführung 1981 große Erfolge feiert, gibt es auch viele Musicalfans, die mit dem Stoff so gar nichts anfangen können. Das Musical, welches die Geschichte der Jellicle-Cats und ihres alljährlichen Balls erzählt, gewann in der Vergangenheit zahlreiche internationale Theaterpreise. Zuletzt unter anderem 2015 den Laurence Olivier Award für das „Beste Musical Revival“. Genau die prämierte Inszenierung aus dem Londoner West End ist nun auf Tour und macht auch in sechs deutschen Städten Halt. Mit einer international renommierten Besetzung touren Grizabella, Rum Tum Tugger und Macavity mit der englischsprachigen Originalversion von München über Berlin, Frankfurt, Baden-Baden und Bremen nach Duisburg, bevor es anschließend nach Norwegen und Schweden geht.

Für unseren Bericht haben wir uns diese Mal etwas Neues überlegt, um einem alten Stück vielleicht in unserem Review mal eine andere Betrachtung zu zeigen. Katzen-Kritiker und Katzen-Befürworter schreiben beide, wie es ihnen ganz persönlich gefallen hat und nehmen Euch mit in einen Abend voller gemischter Gefühle.

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Haltung bewahren beim Hauptmann von Köpenick

Maximilian Nowka als Hauptmann von Köpenick (c)Lena Gronewold/ Maybe Musical

Haltung, Haltung, Haltung… kaum ein Song beschreibt die Devise für die Zuschauer wohl so gut, wie dieses Lied aus dem ersten Akt des Stückes. Der Hauptmann von Köpenick, ein bekannter Klassiker und sogar weit über die Grenzen Berlins hinaus. 2015 schließlich fand am Köpenicker Rathaus, eben jenem Schauplatz des bekannten Stückes, die Premiere der Musicalversion statt. Die dritte Spielzeit führt den Hauptmann und sein Gefolge nun im Rahme des SOFA, Sommerfestival im Admiralspalast, nach Berlin Mitte.

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Grimm! – Die wirkliche wahre Geschichte von Rotkäppchen und ihrem Wolf in Berlin

Sommer = Festivalzeit. Das hat sich auch der Admiralspalast in Berlin gedacht und in diesem Jahr zum ersten Mal zum SOFA, dem Sommerfestival im Admiralspalast, geladen. Den Auftakt zu dieser bunten sommerlichen Unterhaltungsrunde machen dabei Rotkäppchen und ihre Freunde. Ein Stück für Kinder? Weit gefehlt. Grimm! erzählt die wahre Geschichte von dem, was dort im Wald passiert ist und lehrt dabei eine wichtige Lektion über Themen, die aktueller sind denn je.

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Thomas Borchert does it his way – Borchert Beflügelt im Schlossparktheater Berlin

(c) Jan Frankl

Ein Klavier und sein Publikum – mehr braucht Thomas Borchert nicht für einen beflügelten Abend. Nach Stationen in Magdeburg und Buchholz gastierte er auch im Schlosspark Theater Berlin  – im Gepäck viele Songs seiner neuen CD.

Mit 50 ist Thomas mitten im Leben angekommen und stellt sich selbst die Frage, wie viele Jahre er noch auf der Bühne stehen wird. Endlichkeit ist somit das Thema des Abends, allerdings bleiben immer ein optimistischer Blick nach vorn und vor allem das Genießen des Hier und Jetzt. Gefühlvoll, tiefsinnig und reflektierend präsentiert Thomas Borchert alte und neue Songs.

Mit Anekdoten und kleinen Erzählungen führt er dabei durch den Abend und gewährt auch den ein oder anderen sehr persönlichen Einblick in die Entstehungsgeschichte seiner Songs oder die Motive dahinter. Stärker als bei anderen Konzerten scheinen die Songs dieses Mal zusammenzuhängen und bilden ein durch und durch abgeschlossenes Programm. Thomas Borchert spielt und singt sehr gefühlvoll, mal laut, mal leise – immer dem Song und den eigenen Emotionen angepasst.

(c) Lena Gronewold

Die Titel des Abends sind nicht nur neue Songs, sondern eine bunte Mischung aus vielen Jahrzehnten. Im ersten Teil dominieren dabei vor allem englische Songs, während sich im zweiten mehr deutsche unter die Auswahl mischen. Besonders die neuen Titel der CD haben es den Zuhörern angetan, so zum Beispiel „Everything but you“, wie Thomas Borchert sagt, seine Antithese zu Sinatras „My way“. Endlich auch auf CD gebannt ist „Forever“, der auch an diesem Abend ausdrucksvoll durch den Saal klingt. „Do not stand at my grave and weep“, dessen Text auf einem Gedicht von Mary Elizabeth Frye basiert, hat Thomas Borchert mit Musik unterlegt. Auf „Midlife“ ist der Titel als einziger ohne Klavierbegleitung zu hören, sondern wird nur von den Streichern gespielt. Im Schlossparktheater klingt die Originalversion mit Klavier jedoch ebenso gut. Mit „Grateful“ stellt Thomas Borchert einen Song vor, der es leider nicht mehr auf seine neueste CD geschafft hat, aber so ins Ohr geht, dass da wohl dringend Nachholbedarf besteht. Natürlich nicht fehlen darf bei einem Borchertschen Konzert die Publikumsbeteiligung und die Hauptstadt singt mit viel Elan mit und unterstützt den Solo-Künstler mit viel Elan – das bringt Spaß auf beiden Seiten.

(c) Lena Gronewold

Insgesamt ist es eine gelungene Mischung, die sich verknüpft durch Borcherts Moderation wunderbar zusammenfügt. Und wie auf schlafenden Walen wird man von der Musik fortgetragen, bis das Konzert, so wie alles im Leben, ein Ende findet. Als Zugabe zeigt Thomas Borchert dann noch einmal worauf es im Leben am allermeisten ankommt: den Spaß. Mit dem Wildschweinduett und einem Swing-Medley aus verschiedenen Musicalklassikern wie Tanz der Vampire und Phantom der Oper entlässt er sein Publikum in den sommerlich lauen Abend.

Das Fazit des Abends ist eine ausgewogene Songauswahl mit einer ordentlichen Prise Lovesongs, viel Spaß und insgesamt das wohl bis jetzt persönlichste Beflügelt-Programm. Weiter geht es in 2018 unter anderem in Leonberg, Fürth, Trier und Dortmund, alle Infos dazu unter www.borchertsupport.com.

Eine schrecklich nette (Addams) Family in Berlin

(c) Arnold Circus Productions Berlin

Ein wenig seltsam… gut, sehr seltsam sind sie schon, die Addams, die vom 17. bis 21. Mai die Bühne des Admiralspalast ihr Zuhause nannten. Die Addams, das sind Morticia und Gomez, Wednesday, Pugsley, Onkel Fester und Grandma. Aber nicht nur die verrückte Familie spielt im Musical eine Rolle – Nein, auch die Beinekes, Mal, Alice und Lucas sind mit von der Partie. Nach der Deutschlandpremiere in Merzig 2014, schickte Produzent Joachim Arnold die verrückte Familie auf Tournee. Nach Stopps in Wien und München, sind die Addams mit Uwe Kröger und Edda Petri in den Hauptrollen nun in Berlin angekommen. Im Beisein der Berliner Prominenz, zu Gast waren unter anderem Katharine Mehrling, Rolf Scheider und Ingo Appelt, feierten die Addams am 17. Mai 2017 ihre Berlin-Premiere.

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